Ästhetische Dermatologie

Ästhetische Dermatologie PD Dr. med. Kristine Breuer

Die jugendliche Haut wirkt durch das Vorkommen elastischer Fasern in der Haut, eine hohe Regenerationsfähigkeit der oberen Hautschicht und eine ebenmäßige Pigmentierung gesund und attraktiv. Wenn wir altern, kommt es zu einem Elastizitätsverlust unserer Haut, das Weichteilgewebe im Gesichtsbereich geht teilweise verloren bzw. sackt durch die Einwirkung der Schwerkraft ab, auch die Knochenstruktur des Gesichtsbereichs verändert sich. Damit einhergehend kommt es zu einem Volumenverlust in der Wangenregion, zu einem Einfallen des Bereichs unterhalb der Augen und zu einer stärkeren Ausprägung der Falten im unteren Gesichtsdrittel (Nasolabialfalte, Mentolabialfalte). Die Haut erscheint fahl und schlaff, Knitterfalten und Altersflecken treten auf, es resultiert ein müdes, abgespanntes Aussehen.

Die Alterungsvorgänge in der Haut werden durch genetische Veranlagung und äußere Faktoren beeinflusst. Als Grenzflächenorgan ist die Haut zeitlebens diversen Umwelteinflüssen ausgesetzt; insbesondere dem UV-Licht kommt als hautalterungsförderndem Faktor eine große Bedeutung zu. Darüber hinaus spielen Umweltgifte, v.a. Zigarettenrauchen, eine Rolle. Durch adäquaten Sonnenschutz, Verzicht aufs Rauchen, eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf ist schon viel für den Erhalt eines jugendlichen, gesunden Aussehens getan! Die ästhetische Dermatologie kann dazu beitragen, Alterungsvorgänge der Haut zu verzögern und Folgen der Hautalterung zu mindern.

Ziel einer Behandlung in der ästhetischen Dermatologie ist es, Ihre natürliche Ausstrahlung zu optimieren und Sie insgesamt erholter und „frischer“ aussehen zu lassen.

Behandlungsziele können sein:

  • Glättung der Stirnpartie
  • Glättung der Zornesfalte
  • Offener Blick
  • Glättung von Krähenfüßen
  • Verjüngte Mundpartie
  • Vollere, harmonische Lippen
  • Anhebung der Mundwinkel
  • Ausgleich von Volumenverlusten im Bereich der Wangen
  • Frisches, vitales Aussehen
  • Faltenreduktion, Verjüngung der Hautstruktur

Eine Kombination aufeinander abgestimmter Behandlungsansätze (s.u.) ist häufig sinnvoll, um diese Behandlungsziele zu erreichen.

Einige Regeln sollten in der ästhetischen Medizin beachtet werden: Zunächst einmal sollte hier ebenso wie bei der Behandlung von Hauterkrankungen (kurative, d.h. heilende Medizin) das Prinzip der evidenzbasierten Medizin Anwendung finden, d.h. die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft sollten bei der Behandlung berücksichtigt werden. Die verwendeten Präparate und Geräte sind kritisch auszuwählen – es dürfen ausschließlich Präparate und Geräte verwendet werden, die nachgewiesene Wirksamkeit und Sicherheit vereinen. Wir verwenden Laser der neuesten Generation der Firma Asclepion, Hyaluronsäurefiller und Botulinumtoxin der Firma Allergan und Cosmeceuticals der Firma Reviderm. Die Geräte und Produkte dieser Firmen haben sich in klinischen Studien bzw. Anwendungsbeobachtungen als wirksam und sicher erwiesen.

Und noch etwas: Die Verfahren der ästhetischen Medizin werden ständig verbessert und verfeinert – eine stetige Fortbildung des Behandlers ist Voraussetzung für ein optimales Behandlungsergebnis. In unserer Praxis werden Sie nach den neuesten Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie (DGBT) mit Botulinumtoxin (Botox®) und Hyaluronsäurefillern behandelt (zertifizierte Behandlerin). Ich bilde mich im Rahmen des Postgraduiertenstudiengangs Ästhetische Lasermedizin an der Universität Greifswald weiter (Diploma in Aesthetic Laser Medicine, DALM).

In unserer ästhetischen Sprechstunde werden wir zunächst Ihren Behandlungswunsch besprechen und dann gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan erstellen. Die Kombination verschiedener Verfahren ist zum Erreichen des Behandlungszieles oft vorteilhaft.

Bitte beachten Sie: Die Krankenversicherungen übernehmen Leistungen mit ästhetischer Indikation nicht, es handelt sich bei allen hier genannten Verfahren um Selbstzahlerleistungen.

Siehe auch:

Microneedling

Mikrodermabrasion

Fruchtsäurepeelings

Behandlung mit Cosmeceuticals

Folgende Verfahren der ästhetischen Medizin stehen in unserer Praxis für Sie zur Verfügung

Botulinumtoxin (Botox®) zur Faltentherapie

Botulinumtoxin ist ein Eiweiß, das von dem Bakterium Clostridium botulinum produziert wird; für die Verwendung in der Medizin wird es heutzutage gentechnisch hergestellt. Wenn Botulinumtoxin in den Muskel injiziert wird, kommt es zur Hemmung der Reizübertragung vom Nerv auf den Muskel.

Folge ist eine Entspannung der Muskulatur. In der Medizin wird Botulinumtoxin seit rund 40 Jahren verwendet und hat sich für viele medizinische und ästhetische Behandlungen etabliert. Unter anderem wird es in der Neurologie (Nervenheilkunde) bei Kindern mit Bewegungsstörungen und in der Dermatologie für die Behandlung übermäßigen Schwitzens eingesetzt.

In der ästhetischen Medizin verwenden wir Botulinumtoxin für die Behandlung von Mimikfalten, die durch eine überaktive mimische Muskulatur verursacht werden. Botulinumtoxin-A der Firma Allergan (Vistabel®) war das erste Botulinumtoxin-A-Präparat, das 2006 zunächst für die Behandlung der Glabellafalte („Zornesfalte“) zugelassen wurde, 2013 kam die Zulassung für die Behandlung von Augenfältchen („Krähenfüße“) hinzu. Mittlerweile wird Botulinumtoxin-A auch für andere Indikationen eingesetzt, z.B. zur Behandlung von Stirnfalten und zur Erzielung eines offenen, wachen Blicks.

Nach der Injektion von sehr geringen Mengen Botulinum in überaktive Muskeln kommt es zur einer Entspannung der mimischen Muskulatur, die glättende Wirkung setzt nach ca. 4 bis 7 Tagen ein und hält 3 bis 6 Monate an. Bei fachgerechter Anwendung bleibt die natürliche Mimik des Gesichts erhalten; Studien zeigen, dass die weit überwiegende Mehrheit der mit Botulinum Behandelten mit den Behandlungsergebnissen sehr zufrieden ist. Durch die starke Verdünnung von Botulinum beim Einsatz in der ästhetischen Medizin werden äußerst geringe Mengen verwendet, so dass keine Vergiftungserscheinungen auftreten können.

Wir verwenden Botulinumtoxin-A (Vistabel®) der Firma Allergan. Bei der Herstellung und der Überprüfung der Wirksamkeit von Botulinumtoxin-A der Firma Allergan wird generell auf Tierversuche verzichtet.

Behandlung mit Hyaluronsäurefillern

Füllsubstanzen (Filler) werden in der ästhetischen Medizin zum Auffüllen von Falten und zum Ausgleich von Volumendefiziten verwendet. Während in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts permanente Füllsubstanzen (z.B. Silikon, Acrylkügelchen) eingesetzt wurden, sollten heutzutage nur noch Filler eingesetzt werden, die vom Körper vollständig wieder abgebaut werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Wir setzen in unserer Praxis die hervorragend verträglichen Hyaluronsäurefiller Juvéderm Volbella®, Volift® und Voluma® der Fa. Allergan ein, deren Wirksamkeit und Sicherheit in klinischen Studien nachgewiesen wurde. Durch eine spezielle Herstellungstechnik werden die Hyaluronsäuremoleküle miteinander vernetzt, es entstehen Gele unterschiedlichen Vernetzungsgrades und unterschiedlicher Viskosität (Zähflüssigkeit). Die Haltbarkeit beträgt je nach verwendetem Präparat bis zu 12 – 24 Monate.

Hyaluronsäuremoleküle binden Wasser und gleichen dadurch Falten und Volumenverluste aus. Es entsteht ein sanfter Liftingeffekt. Darüber hinaus werden bei wiederholter Anwendung die faserbildenden Zellen (Fibroblasten) der Haut angeregt, Kollagenfasern zu produzieren. Die hautverjüngenden Eigenschaften von Hyaluronsäure wirken also nach ihrem Abbau weiter, es kommt zu längerfristigen Effekten.

Da Falten zum einen durch die abnehmende Elastizität der Haut, zum anderen durch Volumendefizite (Verlust u.a. von Unterhautfett) entstehen, sollte bei einer Fillerbehandlung daher möglichst nicht nur die einzelne Falte behandelt werden; dem Ausgleich von Volumendefiziten insbesondere im Mittelgesichtsbereich (Wangen) kommt eine große Bedeutung zu.

Hautverjüngung (Skin Rejuvenation) und Behandlung von Narben mit dem fraktionierten ablativen ER:YAG-Laser (2940nm Wellenlänge)

Die fraktionierte ablative Laserbehandlung ist ein sehr effektives Verfahren, um Fältchen und Falten der Haut zu glätten, die Haut zu straffen, Unebenheiten in der Pigmentierung auszugleichen und das Hautbild insgesamt zu verbessern und zu verfeinern. Auch zur Behandlung von Narben und Dehnungsstreifen sowie zur Vorbehandlung der Haut bei der Photodynamischen Therapie PDT kann die fraktionierte Lasertherapie eingesetzt werden.

Mit dem Erbiumlaser werden die obersten Hautschichten präzise abgetragen (Ablation). Darüber hinaus kommt es zur Einwirkung von Wärme. Beide Effekte sorgen dafür, dass in der Haut regenerative Prozesse in Gang gesetzt werden; es kommt zu einer Neuproduktion von kollagenen Fasern und zu einer Neubildung von Zellen in der obersten Hautschicht, Pigmentierungen blassen ab, die Haut wird verjüngt (Skin Rejuvenation). Durch die Aufspaltung des Laserstrahls in mehrere hunderte Teilstrahlen (fraktionierte Behandlung) werden lediglich kleinste Zonen der Haut abgetragen. Die oberste Hautschicht regeneriert sich von den unbehandelten Zonen ausgehend. Dadurch können Nebenwirkungen wie Rötungen und Wundheilung zeitlich auf wenige Tage begrenzt werden, 3-7 Tage nach der Behandlung sind kaum noch Spuren des Eingriffs sichtbar. Bei tieferen Falten oder Narben sollten im Abstand von 4 bis 6 Wochen weitere Behandlungen erfolgen.

Kryotherapie

Zur Therapie von überschießenden Narben und Keloiden (Wulstnarben) kann die Kryotherapie eingesetzt werden. Hierbei wird das Gewebe für Sekunden vereist, es kommt infolgedessen zu Umbauprozessen im Gewebe, zu einer Normalisierung der Hautstruktur und zu einer Abflachung der Narben.

Ziel einer Behandlung in der ästhetischen Dermatologie ist es, Ihre natürliche Ausstrahlung zu optimieren und Sie insgesamt erholter und „frischer“ aussehen zu lassen.

Juvederm Hyaluronsäurefiller Volift

Juvederm Hyaluronsäurefiller Voluma

Die jugendliche Haut wirkt durch das Vorkommen elastischer Fasern in der Haut gesund und attraktiv.

Bildquelle: Eine freundliche Überlassung der
Pharm-Allergan GmbH / www.allergan.de